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Tech-Blog

SPS-Datenbaustein automatisch sichern

In vielen Anlagen enthalten die Datenbausteine einer SPS wichtige Betriebswerte, Zählerstände oder Rezepturen. Fällt eine CPU aus oder überschreibt jemand versehentlich Parameter, fehlt ohne Backup die Grundlage für den Wiederanlauf. Regelmäßige, automatische Backups schaffen hier Vorsorge.

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Wieso überhaupt?

Gute Gründe, um SPS-Datenbausteine zu sichern

Obwohl es möglich ist, Datenbausteine zu sichern, wird dies oft vernachlässigt. Fällt die Steuerung aus oder muss sie ausgetauscht werden, sind viele wichtige Produktionsdaten verloren und müssen mühselig händisch in die SPS eingegeben werden.

Oft ist es nicht einmal möglich, diese Daten manuell nachzutragen, weil sie nirgends nachvollziehbar dokumentiert sind. Typische Ursachen sind ein CPU-Defekt, versehentlich gelöschte Rezepturdaten oder Parameter, die bei einer Änderung überschrieben wurden. In jedem Fall ist Vorsorge sinnvoller als Nacharbeit: Mit regelmäßigen, automatischen Backups haben Sie immer einen Stand in der Hinterhand, aus dem Sie wiederherstellen können.

Konsequenzen eines fehlenden Backups von Datenbausteinen: lückenhafte Nachweise, Umsatzeinbuße, Stillstand in der Produktion

Gegenüberstellung: kritische Folgen bei fehlendem Sichern der SPS-Datenbausteine vs. Backup-Idealzustand

  • Datenlücken bei Qualitäts- und Nachweisdokumenten
  • Idealerweise: Frühere Stände der Datenbausteine liegen dokumentiert als Backup vor
  • Wirtschaftlicher Schaden durch Stillstand, Ausschuss oder Fehlproduktion
  • Idealerweise: Der Wiederanlauf beginnt mit dem letzten gesicherten Stand statt bei null
  • Parameter, Zählerstände und Betriebswerte müssen manuell neu eingegeben werden
  • Idealerweise: Parameter und Zählerstände werden aus dem Backup zurückgespielt statt neu eingegeben

Wie Sie zu diesem Idealzustand kommen, ohne jede Steuerung von Hand zu sichern, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

Vorsorge

SPSDataBackup sichert Ihre Steuerungen automatisch

SPSDataBackup ist unsere Backup-Software für Siemens-S7-Steuerungen, in Entwicklung und über PLC DataTools vorbestellbar. Sie läuft auf einem PC oder Server in Ihrem Netzwerk, findet die Steuerungen per Netzwerksuche und sichert deren Inhalte automatisch. Für Zeitpläne und die Auswahl der Inhalte ist keine Änderung am SPS-Programm nötig; für den SPS-Trigger setzt die Steuerung ein Signal in einem Datenbaustein.

Was gesichert wird, legen Sie je Steuerung fest, abhängig vom Steuerungstyp: Daten- und Systemdatenbausteine, Programmbausteine (OB, FB, FC) und den Merkerbereich. Die Backups liegen an einem Speicherort, den Sie selbst festlegen.

SPSDataBackup: Übersicht mit zwölf Steuerungen, Tageskennzahlen, Geräten im Netz, letzten Backups und Backups pro Tag
Übersicht in SPSDataBackup: Beispielanlage mit fiktiven Daten
  • Zeitpläne täglich oder im festen Intervall, passend zu Betrieb und Wartungsfenstern
  • SPS-Trigger: Die Steuerung fordert ein Backup selbst an, zum Beispiel nach einem Rezeptwechsel
  • Inhalte je Steuerung wählbar, von einzelnen Datenbausteinen bis zur vollständigen Sicherung
  • Versionshistorie je Steuerung mit Kommentaren und Schutz wichtiger Stände vor der automatischen Bereinigung
  • Statusübersicht für die ganze Anlage, Protokoll und E-Mail-Benachrichtigung bei Fehlschlägen
Backup-Jobs des Palettierers: drei Zeitpläne (nachts, Rezeptdaten alle 12 Stunden, wöchentliche Vollsicherung) und ein SPS-Trigger nach Rezeptwechsel
Zeitplan und SPS-Trigger je Steuerung

Die DataSuite bleibt dabei Ihr Werkzeug für Maschinendaten in Excel, PDF und Datenbanken. Das Sichern und Wiederherstellen der Steuerungen übernimmt SPSDataBackup als eigenes Produkt. Wie Sie Werte aus der Steuerung, etwa Zählerstände und Prozessdaten, regelmäßig als Datei sichern, zeigt die Seite Automatische Backups von Maschinendaten erstellen.

Technik

Was SPSDataBackup unterstützt und wo die Grenzen liegen

S7-300 und S7-400 sichert SPSDataBackup Baustein für Baustein, einzelne Programmbausteine (OB, FB, FC) eingeschlossen. Programme von S7-1200 und S7-1500 sichert es als vollständiges CPU-Abbild; ob das möglich ist, hängt von Modell und Firmware ab. Für den gezielten Zugriff auf einzelne Datenbausteine braucht die Steuerung PUT/GET-Freigaben und nicht optimierte Datenbausteine. Deshalb prüfen wir vor dem Einsatz CPU-Typ, Firmware und Netzwerkanbindung Ihrer Anlage.

Der Versionsvergleich stellt zwei Backups auf Byte- und Datenebene gegenüber, etwa den Stand vor und nach einem Software-Update. Geänderte, neue und entfernte Elemente sind auf einen Blick erkennbar. Ein grafischer Vergleich des TIA-Codes ist das nicht, aber Sie sehen sofort, welche Bausteine sich geändert haben.

Vergleich zweier Palettierer-Versionen vor und nach einem Software-Update mit markierten Byte-Unterschieden
Zwei Backup-Versionen im Vergleich

Für die Wiederherstellung führt ein Assistent in fünf Schritten durch Steuerung, Version, Auswahl, Bestätigung und Ergebnis. Bei Programmbausteinen weist er ausdrücklich darauf hin, dass die Steuerung in STOP gesetzt wird.

Was SPSDataBackup nicht verspricht

  • Keine pauschale Wiederherstellung von Robotern, CNC-Steuerungen, HMI, SCADA oder Fremdsteuerungen
  • Keine Garantie, Stillstände zu vermeiden, und keine feste Wiederanlaufzeit
  • Eine vollständige Wiederherstellung erfordert STOP; Wiederanlauf und Freigaben stimmen Sie separat ab
  • Kein Ersatz für Sicherheitsrevalidierung oder Compliance-Nachweise nach einem Eingriff
  • Der Netzwerkaufbau kann den verfügbaren Funktionsumfang begrenzen

So starten Sie

Zwei Editionen und ein Preview-Programm zum Start

SPSDataBackup gibt es in zwei Editionen. Einzelplatz ist für einzelne Anlagen und kleine Linien vorgesehen und läuft typischerweise auf einem eigenen PC an der Linie. Server bündelt die Backups von Hallen oder ganzen Standorten, meist in einer VM auf einem Server, mit Zugriff über den Browser. Beide Editionen lassen sich um weitere SPS-Verbindungen erweitern. Die aktuellen Preise, die verbindliche Vorbestellung und die Angebotsanfrage finden Sie auf der Produktseite von SPSDataBackup.

Für das kostenlose Preview-Programm ist die Zahl der Plätze begrenzt: Wir prüfen die Eignung für Ihre Anlage und stimmen den Testeinsatz persönlich mit Ihnen ab. Einen Liefertermin stimmen wir ebenfalls persönlich ab; ein festes Datum ist noch nicht zugesagt.

Fazit

Ein Backup, das Sie hoffentlich nie brauchen

Automatische Backups der unterstützten S7-Steuerungen schaffen die Datengrundlage für den Wiederanlauf nach einem CPU-Defekt, nach gelöschten Rezepturdaten oder überschriebenen Parametern. Mit SPSDataBackup richten Sie das einmal ein und lassen die Software regelmäßig sichern; bei Bedarf vergleichen Sie Versionen und spielen gezielt zurück.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Anlage? Auf plc-datatools.com können Sie eine Beratung buchen oder die Eignung Ihrer Steuerungen im Preview-Programm prüfen lassen.

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In einem Videocall oder einem Telefonat mit einem unserer Experten werden Ihre Fragen beantwortet. Konkrete Anforderungen und Projekte können direkt besprochen werden.

Die Terminbuchung wird mit Microsoft Bookings durchgeführt, es gilt die Datenschutzerklärung von Microsoft.

Markus Bläser