Alle Datenbausteine einer S7 sichern
Sie möchten alle Datenbausteine Ihrer S7 sichern, ohne jeden einzeln auszuwählen? Mit der DataSuite schreiben Sie die Werte regelmäßig in eine Datei. Soll die ganze Steuerung samt Programm gesichert werden, gibt es dafür SPSDataBackup.
Werte sichern oder die ganze Steuerung?
„Datenbausteine sichern“ kann zweierlei heißen. Bevor Sie loslegen, lohnt sich ein kurzer Blick darauf, was Sie im Ernstfall zurückhaben möchten.
Die Werte in den Datenbausteinen: Rezepturen, Parameter, Zählerstände. Sie wollen festhalten, welche Werte zu einem Zeitpunkt in der Steuerung standen, und sie bei Bedarf zurückschreiben. Das erledigt die DataSuite. Wie das geht, zeigen die nächsten Abschnitte.
Die ganze Steuerung: Programm, Bausteine und Daten. Sie wollen nach einem CPU-Defekt oder einem missglückten Software-Update einen früheren Stand wiederherstellen. Dafür ist SPSDataBackup gedacht, unsere Backup-Software für Siemens-S7-Steuerungen. Sie ist in Entwicklung und über PLC DataTools vorbestellbar. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.
Einen Datenbaustein mit der DataSuite sichern
Die DataSuite liest einen Datenbaustein aus der Steuerung und speichert alle Variablennamen mit ihren Werten in einer Datei. Dafür gibt es im Trigger die Aktion „Daten aus Datenbaustein exportieren“. Sie ist ab der Edition STANDARD enthalten.
- Legen Sie unter „Trigger“ einen neuen Trigger an. Die Bedingung bestimmt, wann gesichert wird: zum Beispiel einmal am Tag, nach einem Rezepturwechsel oder wenn ein Bit in der Steuerung gesetzt ist.
- Fügen Sie die Aktion „Daten aus Datenbaustein exportieren“ hinzu. Wählen Sie unter „Quelle“ die Steuerung und den Datenbaustein.
- Wählen Sie unter „Ziel“ das Format XML, XLSX oder CSV und geben Sie die Datei an. Mit einer Variable im Dateinamen, etwa dem Datum, legt jede Sicherung eine eigene Datei an.
Eine XLSX-Datei legen Sie vorher unter „Exceldateien“ an. Für XML geben Sie einfach den Pfad an. Microsoft Excel muss dafür nicht installiert sein.
Alle Datenbausteine auf einmal sichern
Normalerweise wählen Sie in der Aktion einen einzelnen Datenbaustein. Bei vielen Datenbausteinen wird das schnell unübersichtlich. Mit einer OPC-UA-Verbindung geht es einfacher: Sie importieren einen ganzen Zweig des OPC-UA-Servers als ein Objekt. Die DataSuite zeigt dieses Objekt wie einen Datenbaustein an, und es enthält alle Variablen darunter.
- Legen Sie unter „Steuerungen“ eine OPC-UA-Verbindung zu Ihrer S7 an. Wie Sie den OPC-UA-Server der Steuerung aktivieren, lesen Sie im Artikel Optimierte Datenbausteine per OPC UA.
- Wählen Sie beim Anlegen eines Datenbausteins „Objekte importieren“ statt „Datenbausteine importieren“.
- Markieren Sie in der Baumansicht den obersten Knoten, unter dem alle Variablen liegen, die Sie sichern möchten.
- Wählen Sie dieses Objekt in der Aktion „Daten aus Datenbaustein exportieren“ als Datenbaustein aus.
- Speichern Sie den Trigger. Er sichert nun alle Variablen unter dem gewählten Knoten in eine Datei.
Kommen später Datenbausteine in der Steuerung hinzu, importieren Sie das Objekt einfach erneut.
Gesicherte Werte zurückspielen
Für den Rückweg gibt es die Aktion „Daten in einen Datenbaustein importieren“. Sie liest eine zuvor exportierte Datei und schreibt die Werte in den Datenbaustein. So laden Sie eine gespeicherte Rezeptur oder holen Parameter zurück, die jemand versehentlich überschrieben hat.
- Legen Sie einen Trigger an, zum Beispiel mit einem Bit in der Steuerung als Bedingung.
- Fügen Sie die Aktion „Daten in einen Datenbaustein importieren“ hinzu und wählen Sie unter „Quelle“ Format und Datei.
- Wählen Sie unter „Ziel“ die Steuerung und den Datenbaustein.
Die ganze Steuerung sichern mit SPSDataBackup
Die DataSuite sichert Werte. Das Programm der Steuerung, also Organisationsbausteine, Funktionsbausteine und Funktionen, sichert sie nicht. Fällt eine CPU aus, brauchen Sie aber genau das. Dafür entwickeln wir SPSDataBackup.
SPSDataBackup läuft auf einem PC oder Server in Ihrem Netzwerk. Es findet die Steuerungen per Netzwerksuche und sichert sie nach Zeitplan oder auf ein Signal aus der Steuerung. S7-300 und S7-400 sichert es Baustein für Baustein. Programme von S7-1200 und S7-1500 sichert es als vollständiges CPU-Abbild; ob das möglich ist, hängt von Modell und Firmware ab.
Jede Steuerung bekommt eine Versionshistorie. Zwei Stände lassen sich vergleichen, etwa vor und nach einem Software-Update. Ein Assistent führt Schritt für Schritt durch die Wiederherstellung. Welche Steuerungen unterstützt werden und wo die Grenzen liegen, lesen Sie im Artikel SPS-Datenbaustein automatisch sichern.
Fazit
Mit der DataSuite sichern Sie die Werte Ihrer Datenbausteine regelmäßig in eine XML-, XLSX- oder CSV-Datei und schreiben sie bei Bedarf zurück. Über eine OPC-UA-Verbindung erfassen Sie dabei alle Datenbausteine mit einer einzigen Aktion. Soll die ganze Steuerung samt Programm gesichert werden, ist SPSDataBackup das passende Werkzeug.